Krankenpflegeschule des St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln

Willkommen auf den Webseiten der Krankenpflegeschule des St. Irmgardis-Krankenhauses Süchteln!

Wir bieten Ihnen hier einige Infos zur Krankenpflegeausbildung in unserem Haus.
Schauen Sie sich in Ruhe um...

Leitbild der Krankenpflegeschule

Pflege ist ein Beziehungsprozess, bei dem es um Handlungen mit und am Menschen, um den Umgang mit Hilfebedürftigkeit, Krankheit, Schmerzen und dem Sterben geht.

Elementare Grundsätze sind das Recht auf Leben, die Würde des Menschen, die freie Entfaltung der Persönlichkeit und menschenwürdiges Leben und Sterben.

Diese Leitgedanken prägen die Beziehung zum hilfebedürftigen Menschen, der menschlicher Nähe und qualifizierter Pflege, Betreuung, Beratung und Begleitung bedarf.

Die SchülerInnen sind Teil der Dienstgemeinschaft unseres Krankenhauses, übernehmen damit Rechte und Pflichten und tragen durch ihr Auftreten und Verhalten zur Prägung, Mitgestaltung und Weiterentwicklung unserer Einrichtung bei.

Die Krankenpflegeausbildung befähigt Menschen zur Durchführung einer professionellen Pflege. Das bedeutet, Pflegende wirken verantwortlich mit bei der Erhaltung, Anpassung und Wiederherstellung der physischen, psychischen und sozialen Funktionen und Aktivitäten des täglichen Lebens und wenn das nicht möglich ist, dann wirken sie verantwortlich bei einem würdevollen Sterben mit. Die Individualität eines jeden Menschen soll geachtet werden.

In der Krankenpflegeausbildung sollen folgende Kompetenzen erweitert und gefestigt werden

Fachkompetenz als Fähigkeit und Bereitschaft, Aufgabenstellungen selbstständig, fachlich richtig und methodengeleitet zu bearbeiten und das Ergebnis zu beurteilen.

Humankompetenz als Fähigkeit und Bereitschaft, als Individuum die Entwicklungschancen und Zumutungen in Beruf, Familie und öffentlichem Leben zu durchdenken und zu beurteilen, eigene Begabungen zu entfalten, sowie Lebenspläne zu fassen und fortzuentwickeln.

Sozialkompetenz als Fähigkeit und Bereitschaft, sich mit anderen rational und verantwortungsbewusst auseinander zusetzen und zu verständigen.

Sozialkompetenz

  • Unsere SchülerInnen verhalten sich freundlich, zuvorkommend und hilfsbereit zu Patienten und deren Angehörigen unabhängig von sozialem, religiösem und intellektuellem Hintergrund und Nationalität.
  • Sie haben ihren Platz im Stationsteam, erfahren menschliche Achtung und bringen ihrerseits dem Team den notwendigen Respekt entgegen.
  • Sie verstehen sich als Mitglieder des therapeutischen Teams und sind sich ihrer Aufgabe bewusst.
  • Vielfältige Aufgabenfelder/Betätigungsfelder für Pflegende werden von den SchülerInnen durch externe Einsätze erkundet und erprobt. Die Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen z.B. in der Altenpflege, Kindergärten, allgemeinbildenden Schulen, Sanitätshäusern, Rehabilitationseinrichtungen, Hospizgruppen und Wohlfahrtsverbänden wird unterstützt, um die soziale Verantwortung und Kompetenz zu fördern und neue Betätigungsfelder zu eröffnen.
  • Die SchülerInnen sollen sich als aktiv handelnde Subjekte verstehen, die die Arbeitsumgebung mitgestalten, um die Qualität der Pflege zu verbessern.
  • Durch die Kooperation mit Abteilungen des Hauses und Einrichtungen außerhalb des Krankenhauses lernen sie Verwaltungsstrukturen kennen und erfahren Kooperationen bei der Verwirklichung gemeinsamer Ziele.

Fachkompetenz

  • Die SchülerInnen erfahren eine angemessene Anleitung bei ihren pflegerischen Aufgaben, eine physische, psychische und fachliche Überforderung wird vermieden.
  • Das Erkennen der Pflegeprobleme, die Zielsetzung der Pflege, die Planung von Maßnahmen und die Evaluation sind essentielle Aufgaben der professionellen Pflege.
  • Gezielte, reflektierte Anleitung und Übung im Pflegealltag auf der Station, klinisch praktischer Unterricht und Demonstrationen, Arbeit mit Fallbeispielen und das Einbeziehen von Patienten in den Unterricht gewährleisten die Verzahnung zwischen Theorie und Praxis.
  • Für die SchülerInnen besteht der Anspruch auf eine regelmäßige, geplante, fundierte theoretische Ausbildung durch Lehrer für Pflegeberufe, pädagogisch gebildete Fachdozenten, Ärzte und weitere Dozenten für die in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung vorgesehenen Themenbereiche.
  • Den SchülerInnen muss bewusst sein, dass die tägliche Pflegepraxis ständig überprüft und gegebenenfalls überarbeitet werden muss.

Humankompetenz

  • Die SchülerInnen sind bestrebt, ihr pflegerisches Handeln durch persönlichen Einsatz weiterzuentwickeln.
  • In regelmäßigen Orientierungsgesprächen mit dem Stationsteam, dem zugeordneten Mentor und dem Schulteam werden sie über ihren praktischen Ausbildungsstand informiert. Notwendige Kritik wird geübt und nach Möglichkeiten gesucht, die praktischen Leistungen zu verbessern.
  • Die SchülerInnen sollen Kritik sachbezogen und argumentativ abgesichert vortragen, Kritik annehmen und konstruktiv in Verhaltensänderungen umsetzen.

Die Ausbildung unterstützt die SchülerInnen bei der kritischen Auseinandersetzung mit den verschiedenen berufspolitischen, politischen und ethischen Problemstellungen. Das Angebot zur beruflichen, künstlerischen und wissenschaftlichen Fortbildung eröffnet die Möglichkeit zu lebenslangem Lernen.

Die dreijährige Ausbildung stellt die Ausgangsbasis für eine berufliche Weiterentwicklung dar. Hier ist die Einstellung des Einzelnen wichtig, vor allem das Bewusstsein, auch selbst die Verantwortung zu tragen für Akzente, Formen und Zeitpunkte eigenen Lernens.

Von den SchülerInnen wird erwartet, dass sie mit Motivation, Interesse und Ausdauer ihr berufliches Ziel verfolgen und sich zu einer selbstständigen, verantwortungsbewussten Persönlichkeit entwickeln.