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Jubiläumsjahr 2021: 150 Jahre St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln

150 Jahre St. Irmgardis-Krankenhaus - vom „Armenpflegehaus“ zum modernen Gesundheitszentrum in Süchteln

Das Engagement der katholischen Kirchengemeinde in Süchteln führt 1869 zur Grundsteinlegung des späteren Armen- und Krankenhauses. Franziskanische Ordensschwestern versorgen die Armen und Kranken. Am 24. August 1871 wird das „St. Irmgardis-Hospiz“ eröffnet. Das „Armenpflegehaus“ sollte damals auch Waisenkindern eine Heimat bieten. Nun feiert das katholische Krankenhaus sein 150-jähriges Bestehen.

Die Anfänge mit Isolierhaus und Invalidenpflege 

50 Kranke, 50 Betten und ein Isolierhaus: So sahen die Anfänge des Süchtelner Krankenhauses vor 1900 aus. Kranke und altersschwache Menschen wurden hier von franziskanischen Ordensschwestern betreut. Eine Pocken-Epidemie machte 1872 ein Isolierhaus notwendig, und durch die steigende Bevölkerungszahl in den 1890er Jahren erfolgte eine Erweiterung. Ein eigenes Pflegehaus für Invalide wurde 1897/98 an das Krankenhaus angebaut. Kranken- und Invalidenpflege konnten dadurch räumlich getrennt und auf jeweils größere Flächen verteilt werden.

Lazarett im Weltkrieg
Doch die Anforderungen an das Krankenhaus steigen während der Weltkriege immer weiter an, sodass weitere räumliche Erweiterungen nötig sind. 1939 wurde das Irmgardis als Lazarett genutzt. Die Schwestern achten auf das Seelenheil der Kranken und der im 2. Weltkrieg Verwundeten. 1943 wird das Haus durch einen Bombenangriff stark beschädigt und muss 1945 wegen eines Fleckfieber-Ausbruchs vorübergehend geschlossen werden. 1954 wird das Belegarztkrankenhaus zum „Vollkrankenhaus“ – ein hauptamtlicher Chefarzt ist von nun an ständig im Krankenhaus anwesend.

Stetiges Wachstum und Eröffnung einer Krankenpflegeschule
1963 wird ein neues Bettenhaus mit 135 weiteren Betten fertig. Gleichzeitig wird die Krankenpflegeschule eröffnet, damals noch mit fünf Schülerinnen. Ausbildung wird fortan im Irmgardis ein wichtiger Aspekt bleiben. Bis 1972 wurde das Krankenhaus von Ordensschwestern geleitet, die dann aufgrund von Nachwuchsmangel aufgeben mussten. 2009 übernahmen die St. Franziskus-Stiftung Münster und das Allgemeine Krankenhaus Viersen die Einrichtung. Das St. Irmgardis-Krankenhaus ist das einzige im Wesentlichen noch erhaltene Krankenhausgebäude des 19. Jahrhunderts im Stadtgebiet von Viersen.

Eindrücke des Festaktes zum 150-jährigen Bestehen

Jubiläumsfilm: 150 Jahre St. Irmgardis-Krankenhaus in bewegten Bildern

Eine Produktion von Siegersbusch Film, Wuppertal

150 Jahre St. Irmgardis-Krankenhaus: Unser Film zeigt den Weg vom ehemaligen „Armenpflegehaus“ zum modernen Gesundheitszentrum in Süchteln. Darsteller sind sowohl Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Mitarbeiter/innen des Krankenhauses. Der Film ist hier abrufbar.

"Patientenfreunde"in der Geriatrie: Einsatz von speziell geschulten Hunden zur Therapie-Unterstützung

Mitarbeiter/innen mit eigenen Hunden entwickelten das Konzept

Aktuell sind vier Vierbeiner als „Patientenfreunde“ im St. Irmgardis-Krankenhaus zur Therapie-Unterstützung von Patientinnen und Patienten im Einsatz: Neben Tonga gibt es Elsie und Murphy sowie Monty, alles Hunde von Pflegefachkräften des Hauses. Zusammen bilden sie das Quartett der „Patientenfreunde“, wie die Hunde genannt werden und an ihren Halstüchern erkennbar sind.

Unser Video zeigt die Arbeit der Hunde mit Patientinnen und Patienten.