Copyright: AdobeStock, Elnur

Professionelle Behandlung von Wunden

Fachübergreifende Kompetenz zwischen Wundexperten, Altersmedizinern und Plastischen Chirurgen

Liebe Patientinnen und Patienten,

falls Sie an einer chronischen Wunde oder einem Druckgeschwür erkrankt sind, liegt häufig ein langer Leidensweg hinter Ihnen. Meist werden diese Wunden durch Grunderkrankungen wie Durchblutungsstörungen oder Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) verursacht. Zusätzlich behindern diese Krankheiten die normale Wundheilung.

Die Behandlung chronischer Wunden und Druckgeschwüre ist oft nervenaufreibend für Sie als Patient. Sie erfordert großes Wissen darüber, wie Wunden entstehen, in welcher Form sie auftreten und wie sie optimal behandelt werden.

Wir im St. Irmgardis-Krankenhaus wollen diese Problemwunden erfolgreich heilen. Dafür steht Ihnen unser hochqualifiziertes pflegerisches und ärztliches Personal zur Seite. Es stellt sicher, dass Ihre chronisch-schwierige Wunde fachgerecht und interdisziplinär versorgt wird. Wir können Ihnen die gesamte Behandlungspalette von der konservativen Wundbehandlung mit Auflagen und speziellen Verbandstechniken bis hin zu großen Defektdeckungen mit Lappenplastiken (Gewebeverschiebungen) anbieten.

Sprechen Sie uns an!

Ihr
Dr. Tobias Köppe
Chefarzt Hand-, Plastische und Ästhetische Chirurgie


Zusammenarbeit zwischen Geriatrie und Plastischer Chirurgie

Liebe niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen,

wenn bei Ihren Patienten trotz Ausschöpfung aller therapeutischen Möglichkeiten bereits ein Druckgeschwür vorliegt oder Ihnen ein solcher Patient vorgestellt wird, benötigt der Patient fachübergreifende Hilfe. Wir im St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln verfolgen diesen fachübergreifenden Ansatz bereits seit einigen Jahren.

Hier finden Sie eine Zusammenarbeit zwischen Geriatrie und Plastischer Chirurgie, wie sie in der Region in dieser Konstellation führend ist. Durch diese Zusammenarbeit profitieren Patienten von beiden Fachdisziplinen optimal.
Die Klinik für Geriatrie hat sich auf die Behandlung älterer, teils rollstuhlpflichtiger und oft auch bettlägeriger Patienten spezialisiert.

Es ist oft notwendig, etwa die Ernährung zu verbessern und eine frühe Mobilisierung des Patienten zu erreichen. Diese Patienten haben oft Problemwunden. In der plastisch-chirurgischen Abteilung unseres Hauses können wir diese Patienten chirurgisch behandeln. Profitieren Sie von unserer langjähriger Erfahrung und unserem interdisziplinären Ansatz.

Ihr
Hanns-Peter Klasen
Chefarzt Geriatrie

Fachübergreifende Kompetenz

Wir arbeiten Hand in Hand, um die bestmögliche Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Einige Beispiele aus der Praxis:

  • Mithilfe unserer Wundexperten in der Geriatrie können auch unsere Patienten in der Plastischen Chirurgie versorgt werden.
  • Die Abteilung für Geriatrie führt vor einer Operation bei Bedarf eine Ernährungsoptimierung durch. Nach der Operation kann parallel eine Frühmobilisierung der Patienten gewährleistet werden.

Einteilung der chronischen Wunden

Ihr Einverständnis vorausgesetzt, führen wir eine fortlaufende Fotodokumentation durch. Das Druckgeschwür wird in einem Wundbogen dokumentiert. Regelmäßige Besprechungen finden zwischen den Wundexperten, Altersmedizinern und Plastischen Chirurgen statt.

Wir teilen die Problemwunden und Druckgeschwüre dann in Grade ein:

  1. Grad/Stadium 1: Rötung der betroffenen Hautpartie, scharfe Abgrenzung von der Umgebung, die Haut ist jedoch noch intakt.
  2. Grad/Stadium 2: Offene, oberflächliche Wunde, teilweise Blasenbildung auf der Haut, teilweise frei liegendes gelbes Fett.
  3. Grad/Stadium 3: Die Wunde reicht bis zur Muskulatur, man sieht ein tiefes, offenes Geschwür. Unter der gesunden Haut im Randbereich des Druckgeschwürs befinden sich manchmal „Taschen“, die vom Geschwür ausgehen.
  4. Grad/Stadium 4: Die Wunde reicht bis auf den Knochen, der dann freiliegt. Haut, Faszien und Muskeln sind zerstört.

Wie geht es weiter?

Anhand dieser Einteilung können wir entscheiden, ob eine Operation mit Säuberung der Wunde und
anschließender plastischer Deckung zielführend ist (plastische Deckung meint den Wundverschluss durch
die Verschiebung benachbarter Haut sowie Faszien- und Muskelgewebe). Die Entscheidung zur Operation treffen wir interdisziplinär, also fachübergreifend. Wir berücksichtigen auch die Ernährungssituation des Patienten und das
Blutbild. Des Weiteren werden die Angehörigen in die Entscheidungsfindung eingebunden.

Nach einer Operation ist es von entscheidender Bedeutung, dass es nicht zu einem sogenannten Rezidiv, also zu einem Wiederkehren des Druckgeschwürs kommt. Hierfür ist eine Anleitung zur korrekten Lagerung nach der Operation unerlässlich.

Im Falle einer Einweisung in unsere Klinik

Die Anmeldung erfolgt telefonisch über die Plastische Chirurgie. Patienten können im Vorfeld ambulant
vorstellig werden. Alternativ können Patienten – nach einer Zusendung von Bildmaterial – direkt stationär
aufgenommen werden, mit einer Einweisung. Es erfolgt dann eine gemeinsame Visite zur Planung der Behandlung vor der Operation, mit Ärzten beider Abteilungen.

Sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gern bei der Behandlung von Druckgeschwüren und chronischen Wunden.